DEMIS Wissensdatenbank

Mit den Profiländerungen für die Erregernachweismeldung kommen sowohl auf die LIS-/LIMS-Hersteller oder in-house-Entwickler Ihres Softwaresystems, als auch auf Sie als Nutzende der LIS/LIMS Anpassungsbedarfe zu. 

In Zukunft sind folgende Angaben verpflichtend:


Fehlen die oben genannten Angaben, wird zukünftig die Meldung abgelehnt.

Was muss ich nun als Meldende Person von Erregernachweisen tun?

Im Folgenden finden Sie eine Art Checkliste, die Sie verwenden können, um Ihre Labormeldungen an die neuen Vorgaben anzupassen. 

Check 1: Kontaktieren Sie Ihren LIS-/LIMS-Hersteller oder in-house-Entwickler Ihres Softwaresystems 

Treten Sie mit Ihrem LIS-/LIMS-Hersteller oder in-house-Entwickler Ihres Softwaresystems in Kontakt und informieren Sie ihn über die erforderlichen Anpassungen im Zuge der strikteren Profilierung. 

Falls Sie die DEMIS-Testumgebung noch nicht nutzen, schreiben Sie eine E-Mail an den DEMIS-Support (demis-support@rki.de) zur Beantragung eines Testzertifikats.

Check 2: Kein DEMIS-Adapter mehr  

Wenn für Ihre SARS-CoV-2 Meldungen bislang noch der DEMIS-Adapter verwendet wurde, ist dieser Meldeweg nach Livegang der strikteren Profilierung nicht mehr möglich. Es muss entweder eine Umstellung auf die Meldung direkt über die Schnittstelle stattfinden oder eine Meldung über das Meldeportal erfolgen.

Check 3: Überprüfen Sie Ihr Softwaresystem

Überprüfen Sie die Vorgaben zur strikteren Profilierung in den Basismeldeinhalte und ob Ihr Softwaresystem Material und Methode separat abbilden kann. Treten Sie ggf. mit Ihrem LIS-/LIMS-Hersteller oder in-house-Entwickler in Kontakt, wenn dies nicht der Fall ist oder nicht eindeutig erkennbar ist. Ihr Softwaresystem muss dann dahingehend angepasst werden, dass Material und Methode sich auf einen SNOMED-CT-Code mappen lassen.

Check 4: Informieren Sie sich über die Semantik  

Wie das Zusammenspiel von LOINC- und SNOMED-CT-Code funktioniert, haben wir auf der Seite Semantik (Stand Juli 2025) in der Wissensdatenbank oder im Implementierungsleitfaden (rki.demis.laboratory - SIMPLIFIER.NET) beschrieben. Auf diesen Seiten wird erläutert, wann welcher LOINC Code zu verwenden ist, im Zusammenspiel mit den möglichen SNOMED-CT-Codes.

Check 5: Überprüfen Sie das Mapping 

Wenn sich Material und Methode separat in Ihrem Softwaresystem abbilden lassen, dann können Sie beginnen, das Mapping zu überprüfen.

  • Werden ungültige LOINC-Codes verwendet, die nicht mehr in den ValueSets enthalten sind?
  • Werden Material und Methoden SNOMED-CT-Codes verwendet, die nicht in den ValueSets enthalten sind? (In Deutschland werden in Zukunft für die Angabe der Methoden in der Laborbefundung SNOMED-CT_Codes (qualifier values) verwendet. Wir haben daher das Method-Set komplett überarbeitet.
  • Haben Sie die Antworten als SNOMED-CT- oder LOINC-Code kodiert?

Siehe auch:

ValueSets suchen, finden und nutzen

→ Übersicht aller Codes (SNOMED-CT und LOINC)

Check 6: Fehlende LOINC- oder SNOMED-Codes

Wenn Ihnen LOINC- oder SNOMED-Codes in den bereitgestellten ValueSets fehlen, können Sie folgendes machen:

Check 7: "Errors" und "Warnings" in Test- und Produktivumgebung beachten  

Testen Sie Ihre Einstellungen gegen die DEMIS-TEST-Umgebung. Wir haben hier: Anleitung für die Testung in der DEMIS-Testumgebung - Empfehlung für Labore mögliche Szenarien dargestellt, die Sie ausprobieren können bzw. sollten.

→ Meldungen, die in der Testumgebung abgelehnt werden: Ausgegebene Errors (Führt zu Ablehnen einer Meldung) zeigen jede einzelne betroffene Code-Zeile auf. So können Sie die konkreten Stellen finden, die korrigiert/angepasst werden müssen. 

Achten Sie auf Warnungen bei Meldungen in der Produktivumgebung. Denn am 18.11.2025 sind die strikteren Profile für Erregernachweismeldungen und Basismeldeinhalte in einer Doppelvalidierung in der DEMIS-Produktivumgebung live gegangen. Das bedeutet, dass ihre Meldung in jedem Fall an das jeweils zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet wird, auch wenn nicht-strikte Inhalte enthalten sind. Diese werden als „Warnungen“ an Sie zurückgegeben, die Sie bitte entsprechend korrigieren sollten.

→ Was in der Testumgebung als Error ausgegeben wird, wird bei Meldungen in der Produktivumgebung als "Warning" (Wird durchgelassen aber „bemängelt“) aufgezeigt. Hier sehen Sie also an Ihren "echten" Meldungen, wo noch Anpassungen/Korrekturen notwendig sind, die Sie eventuell noch gar nicht getestet haben. 

Check 8: Beachten Sie bitte unsere individuellen Berichte und Auswertungen

  • Berücksichtigen Sie unsere Hinweise im regelmäßig zugesandten Quality Report (Qualitätsbericht).
  • Berücksichtigen Sie unsere Auswertungen zusätzlicher Parameter, die Ihnen regelmäßig als PDF übermittelt werden. Die Berichte wurden mehrfach überarbeitet, um sie verständlicher zu machen. Hier werden konkrete Hinweise zu relevanten Änderungen der strikteren Profile gegeben und diese konkret ausgewertet und mit den entsprechenden FAQs, ValueSets, etc. verlinkt.

Check 9: Umstellung auf neuen Service Endpunkt

Technischer Hinweis zur Umstellung auf den neuen Endpunkt

Sobald die Anpassungen an die striktere Profilierung abgeschlossen sind, sollten meldende Einrichtungen in der Produktivumgebung auf den neuen API-Endpunkt wechseln.

Bitte verwenden Sie dazu folgendene Endpunkte:

Test-Umgebung:

https://test.demis.rki.de/prod-test/notifications/pathogen/v6/fhir/$process-notification

Produktivumgebung:

           https://demis.rki.de/notifications/pathogen/v6/fhir/$process-notification

Das hat für die Meldenden die Vorteil, dass sie den Umstieg auf die strikte Profilierung selbstbestimmt durchführen können und für die zweite Junihälfte 2026 (Abschaltung der bisherigen, nicht-strikten Profile) bereits alle nötigen Umstellungen erfolgt sind. Spätestens in der zweiten Junihälfte 2026, muss die Anpassung an die obigen Endpunkte erfolgt sein. 

Der bisherige Endpunkt

https://demis.rki.de/notification-api/fhir/$process-notification

wird in diesem Zusammenhang in der zweiten Junihälfte 2026 abgeschaltet.

Weitere Informationen zu den Endpunkten finden Sie unter Endpunkte, Zertifikate, User und Passwort.

Sollten Sie nicht die technische Ansprechperson für Ihre Schnittstelle sein, leiten Sie diese Information bitte an Ihre IT oder an Ihren IT-Dienstleister weiter.

Wie lange habe ich Zeit für die Umstellung

Wir stellen die strikte Profilierung für mindestens ein halbes Jahr auf der DEMIS-Testumgebung zur Verfügung. Danach wird sie auf die DEMIS-Produktivumgebung verschoben und ist somit "live". Ab dem Zeitpunkt des Livegangs auf der DEMIS-Produktivumgebung, werden Meldungen abgelehnt, die bisher mit Warnungen noch möglich waren. Planen Sie genügend Zeit für Ihre Entwicklungsarbeiten ein.


Striktere Profile mit "Breaking Changes"

Striktere Profile in der Erregernachweismeldung (laboratory.package)

Striktere Profile in den Basismeldeinhalten (common.package)


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